Woche der Absagen

Wie angekündigt, werde ich jeden Freitag einen kurzen Blogbeitrag über die vergangene Woche veröffentlichen, in dem ich Probleme und Learnings aus dem Unternehmeralltag beschreibe. Das mache ich primär, um mich und meine Arbeit selbst zu reflektieren. Also aus rein egoistischen Gründen. Vielleicht sind diese „Insights“ aber auch für andere interessant und hilfreich. Wenn dem so ist, freue ich mich über Tipps und hilfreiches Feedback aus eurem Alltag.

Wochen der Absagen

Diese und letzte Woche nenne ich mal „Wochen der Absagen“. Einige meiner beruflichen und privaten Termine, auf die ich mich eingestellt und gefreut habe, konnte ich aus unterschiedlichen Gründen nicht wahrnehmen. Mal war mein Sohn krank, mal der Workshop-Leiter, mal war der potentielle Geschäftspartner kurzfristig verhindert, mal habe ich gar keine Rückmeldung erhalten. Blöd. Natürlich passierte das alles sehr kurzfristig, so dass es meine „Planung“ ordentlich durcheinander gebracht hat.

Noch vor einem halben Jahr wäre ich komplett an die Decke gegangen, hätte mich maßlos geärgert und die Schuld natürlich bei den Anderen gesucht. Warum auch nicht! Was muss der Bengel auch krank werden? Bin ich dem Geschäftspartner etwa nicht wichtig genug? Warum werden alle krank? Können die sich nicht besser ernähren?

Alles Bullshit

Nüchtern betrachtet ist das alles ja alles nur eine Verkettung unglücklicher Umstände. Schließlich haben wir Winter und da ist es ja nicht so unwahrscheinlich, dass mal jemand krank wird. Bei der täglichen Kita-Virenparty ist es eigentlich verwunderlich, dass der Kleine nicht jeden Tag mit neuen, unentdeckten Influenza-Viren nach Hause kommt und uns reihenweise infiziert. Dann wäre ich der Wirt und würde meine Geschäftspartner anstecken… Und so weit ist es hoffentlich noch nicht, dass jemand freiwillig krank wird – nur, um sich nicht mit mir treffen zu müssen.

Also alles halb so wild, schließlich geht Gesundheit vor. Es kann halt immer etwas dazwischen kommen. Versetzt man sich in die Lage des Gegenübers ist ja auch für Sie oder Ihn der Tag bzw. Woche im Eimer und alles muss neu organisiert werden. Dieser Perspektiv-Wechsel hilft mir sehr.

Positives sehen – Alternativen finden

Die Absagen in den letzten beiden Wochen waren rückblickend gar nicht so schlecht. Plötzlich hatte ich wieder freie Zeitfenster, in dem ich liegengebliebene Dinge erledigen konnte. Endlich ist das Whitepaper „10 praktische Software-Tools für die betriebliche Ausbildung“ fertig und ein neuer Newsletter für AUSBILDEN MIT SYSTEM versendet. Für ausgefallene Termine habe ich einfach ein wenig telefoniert und sofort Ersatz gefunden. So kommt man ungeplant zu  neuen Treffen, die lange überfällig waren.

Mein Fazit: Ärgern lohnt sich nicht, mit Terminverschiebungen und Absagen muss man als Unternehmer eh klar kommen. Wichtig ist, sich auch die positiven Dinge der Woche vor Augen zu führen. Neue Kunden zum Beispiel – oder die erfolgreichen Krabbelversuche des Kleinsten. Oder einfach das liebevolle Lächeln seiner Frau. Es gibt so viele, für das man dankbar sein sollte. Auch für Terminverschiebungen. In diesem Sinne – bis nächste Woche!

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